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26.06.2018 08:35

Lehre mit Matura boomt im WIFI und St. Pöltner Unternehmen

Unternehmen ermöglichen Berufsreifeprüfung im Zuge der Lehre.


Josef Krückl, EMC-Personalleiter, KommR Gottfried Wieland, WIFI-Kurator, Martin Lackner, Geschäftsführer XXXLutz, Mag. Andreas Hartl, WIFI-Institutsleiter und Dr. Andreas Satzinger, WIFI-Produktmanager.

Das Fördermodell „Lehre mit Matura“ erfreut sich großer Beliebtheit. Auch immer mehr Unternehmen ermöglichen es ihren Lehrlingen, die Berufsreifeprüfung im Zuge der Lehrlingsausbildung zu absolvieren. Neu ist das Modell im Großraum St. Pölten, wo sich renommierte Unternehmen zu einer Arbeitsgruppe aus verschiedenen Branchen mit dem WIFI NÖ zu einem gemeinsamen Firmenmodell zusammengeschlossen haben. XXXLutz-Geschäftsführer Martin Lackner und Personalleiter Josef Krückl von EMC sind von diesem Firmenmodell bereits begeistert, die Ausbildung startet im September. Interessierte Unternehmen können noch einsteigen.

 

Unsere Wirtschaft braucht für ihren Erfolg gut ausgebildete und motivierte Menschen. Um auch Lehrlingen den Abschluss der Berufsreifeprüfung ermöglichen zu können, wurde 2008 das Modell „Lehre mit Matura“ eingeführt. Das Modell wird in ganz Niederösterreich angeboten. „Die Einführung der Berufsreifeprüfung hat einen wichtigen Beitrag zur Durchlässigkeit der Bildungssysteme geleistet: Der Zugang zu höheren Bildungsabschlüssen steht als lebenslange Chance offen“, betont WIFI-Institutsleiter Mag. Andreas Hartl. „Die Entscheidung, eine Lehre zu absolvieren, ist nun keine Einbahnstraße mehr.“

 

Unternehmen als Wegbereiter

Dass sich das Modell großer Beliebtheit erfreut, beweisen die Teilnehmerzahlen, die in den letzten Jahren rasant gestiegen sind. Größtes Hemmnis für eine Teilnahme außerhalb der Arbeitszeit ist jedoch die zusätzliche zeitliche Belastung neben der beruflichen Tätigkeit und zum Teil auch die Erreichbarkeit des Kursortes. Deshalb hat das WIFI Niederösterreich nun das Firmenmodell in St. Pölten gestartet. Fix dabei sind neben XXXLutz und EMC auch die NÖGKK, die Geschützte Werkstätte, NXP, Kika/Leiner und dormakaba in Herzogenburg. Die Unternehmen erkennen die Möglichkeit, ihren Lehrlingen eine fundierte Allgemeinbildung zusätzlich zu ihrer Fachausbildung zu ermöglichen. „Unternehmen leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Weg zu Aus- und Weiterbildung ebnen“, weiß WIFI-Kurator KommR Gottfried Wieland.

 

Wie funktioniert das Firmenmodell „Lehre mit Matura“?

Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch, Mathematik, einer lebenden Fremdsprache und einem Fachbereich wie z. B. Betriebswirtschaft oder IT. Das WIFI bietet die Vorbereitungskurse an, die berufs-begleitend absolviert werden können und mindestens zwei Semester dauern. Lebendige und nachhaltige Lernmethoden nach dem neuen WIFI-Lernmodell LENA gewährleisten dabei einen hohen Praxisbezug und große Effizienz: Denn TeilnehmerInnen, die sich Know-how selbstständig und auf die für sie optimale Weise erarbeiten, können das frische Wissen sowohl bei den Prüfungen als auch im Beruf gekonnt umsetzen. Für Lehrlinge mit einem aufrechten Lehrvertrag ist die Berufsreifeprüfung de facto kostenlos, da der Bund die gesamten Kosten übernimmt. Interessierte Unternehmen aus dem St. Pöltner Raum können gerne noch ein-steigen, Start ist im September 2018.